Herbstwanderung auf Geierstein und Fockenstein – von Lenggries nach Bad Wiessee

Auf-den-Berg zum Zipfelkreuz: Geierstein (1491m) und Fockenstein (1564m)

Heute (26.10.2013) war der Tag einer Premiere: mein ehemaliger Arbeitskollege und Lieblingsblogger Uli (auf-den-berg.de) und ich hatten es nach jahrelangen Gesprächen endlich geschafft eine gemeinsame Bergtour zu machen.
Da es vor einer Woche schon den ersten Schnee in den Bergen gab, wählten wir zwei nicht so hoch gelegene Ziele: Geierstein und Fockenstein. Wir beschlossen in Lenggries zu starten und rüber nach Bad Wiessee zu gehen. So starteten wir um kurz nach acht mit der BOB vom Münchner Hauptbahnhof zu unserem Ausgangspunkt Lenggries. Wir verließen um viertel nach neun den Bahnhof und gingen Richtung Osten. Die Beschilderung im Ort ist sehr gut und so hatten wir keine Probleme damit den Einstieg zu finden. Es ging am Schwimmbad „Isarwelle“ und einige Minuten später nach rechts auf einem Feldweg in Richtung Berge. Das Wetter heute war – wie schon am letzten Wochenende – super schön: keine Wolke am Himmel. Die warmen Sonnenstrahlen ließen unsere Stimmung steigen und wir freuten uns schon auf den Aufstieg.

Feldweg zum Geierstein
Dieser Feldweg führt von Lenggries zum Geierstein (der übrigens auch Geigerstein genannt wird).

Durch den Wald zog sich der Pfad, steiler als erwartet, den Hang hinauf. Wir waren gut drauf, denn die Wanderung durch den herbstlichen Wald machte Spaß und die Zeit verging schnell. Wir unterhielten uns über alles Mögliche und ich fragte mich warum wir so lange dafür brauchten, endlich mal eine gemeinsame Bergtour zu unternehmen.
Uli machte ein Foto nach dem anderen während ich die Wanderung durch die farbenfrohe Landschaft genoss. Im Wald war es zum Glück trocken, jedoch an einigen Stellen schon der Jahreszeit entsprechend kühl. Wir erreichten bald eine offene Wiese, an der sich der Weg gabelte. Wir nahmen den die Abzweigung nach rechts, die uns zum Geierstein führte.

Abzweigung zum Geierstein
Hier führt der Weg nach rechts den Wald hinauf. Steiler als es zuerst aussieht.

Es ging in gewohnter Steigung nach oben – mit dem Unterschied, dass wir nicht mehr durch den Wald sondern über die freie Wiese aufstiegen. Der Weg war gut zu erkennen und angenehm zu gehen. Einige Höhenmeter unter dem Etappenziel Geierstein wurde es wesentlich felsiger und auch teilweise etwas ausgesetzt. Das letzte Stück zum Gipfel führte über einen felsigen Grat durch niedriges Gehölz.

Felsgrat zum Geierstein
Das letzte Stück zum Gipfel ist ziemlich felsig und macht den Einsatz der Hände nötig.

Um Punkt Mittag begrüßten wir in der warmen Herbstsonne das Gipfelkreuz des Geierstein auf knapp 1500 Metern. Natürlich waren wir nicht alleine hier oben. Schätzungsweise zwanzig andere Wanderer machten ebenfalls hier oben Rast.
Uli und ich suchten uns ein schönes Plätzchen um das schöne Wetter zu genießen.

Geierstein/ Geigerstein Gipfelkreuz
Das Gipfelkreuz auf dem Geierstein (1491m). Von hier hat man eine sehr schöne Aussicht in die Alpen.

Nach zwanzig Minuten beschlossen wir weiter zum nächsten Gipfel zu gehen: dem Fockenstein. Dazu stiegen wir auf dem Aufstiegsweg hinab bis zur bekannten Weggabelung. Der Abstieg über den felsigen Abschnitt war einfacher als gedacht und schon nach kurzer Zeit folgten wir dem Wegweiser zum Fockenstein in den Wald hinein.

Schild zum Fockenstein
Dieser Wegweiser führt uns durch den Wald zum Fockenstein.

Wir stiegen eine knappe Stunde auf einem unschwierigen Pfad einige Höhenmeter hinab bis wir endlich wieder aufsteigen durften. Der Weg zum Gipfel des Fockensteins führte uns vorbei an einem markanten Loch im Felsen.

Loch im Fels
Durch dieses Loch kann man die Alpen sehen. Wer es sich zutraut kann sogar aussen herum klettern und sich für ein Erinnerungsfoto im Felsloch fotografieren lassen.

Der obere Teil des Berges ist unbewaldet und auch leicht von der Aueralm auf der anderen Seite zu erreichen. Dementsprechend viele Tagesausflügler bevölkerten den Gipfel. Um 14:00 Uhr erreichten wir das geschmiedete Gipfelkreuz und legten eine ausgiebige Pause ein.

Gipfelkreuz Fockenstein
Das eiserne Gipfelkreuz auf dem Fockenstein (1564m). Die Aussicht ist super.

Die Aussicht von hier oben war super. Nachdem wir fast 45 Minuten Sonne getankt hatten, machten wir uns auf den kurzen Abstieg zur Aueralm.

Panorama vom Fockenstein
Panoramablick vom Gipfel des Fockensteins Richtung Süden. Bei gutem Wetter kann man weit in die Alpen hinein sehen.

Das erste Stück führte durch den Wald hinab bis zu einem Schotterweg. Diesem folgten wir bis zur Aueralm. Wir erreichten diese nach dreißig Minuten und konnten es uns natürlich nicht nehmen lassen dort einzukehren. Obwohl es nicht ganz einfach war, fanden wir bald zwei freie Plätze auf der Terrasse.

Aueralm am Fockenstein
Hier liegt die wunderschöne Aueralm am Fuß des Fockensteins. Leider ist hier oben auch immer sehr viel los.

Wir saßen ungefähr 1,5 Stunden auf der Sonnenterrasse der Alm und stillten unseren Flüssigkeitsbedarf. Als wir um 16:45 Uhr den Abstieg antraten, konnte man schon die einbrechende Dämmerung sehen. Zum Glück wussten wir, dass der Weg nach unten zum Sonnbichl nicht so lange dauern würde. Wir wählten die Variante über die Skipiste. Dieser Weg ist zwar sehr steil, bringt einen aber flott hinunter – der Blick auf den Tegernsee entschädigt für die Mühen.

Abstieg über die Skipiste
Der Abstieg ist sehr steil, aber mit diesem Blick auf den Tegernsee hält man das locker durch.

Allerdings sollte man sehr darauf achten auf der feuchten Wiese nicht auszurutschen. Das Sonnbichl erreichten wir um kurz vor sechs. Der weitere Weg zur Bushaltestelle ist nicht erwähnenswert: vorbei am Fußballplatz immer der Straße folgend bis zur Hauptstraße. Dieser folgten wir nach rechts und warteten dort auf den Bus. Der nächste brachte uns auf die andere Seite vom Tegernsee. Dort ließen wir diesen wunderbaren Wandertag im Tegernseer Bräustüberl standesgemäß ausklingen. Die BOB brachte uns später wohl behalten zurück nach München.
So ein schöner Tag auf Geierstein und Fockenstein. Wir hatten alles richtig gemacht!

Höhenprofil von Geierstein und Fockenstein
Das Höhenprofil der Wanderung von Lenggries nach Bad Wiessee.

Passende Wanderkarten und ein Wanderführer der Gegend:

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