Leichte Tour auf den Simetsberg am Walchensee

2014 beginnt mit einer schönen Tour ins Estergebirge – das Ziel ist der Simetsberg (1836m)

Erst vier Tage ist das neue Jahr alt, aber die erste Bergtour steht schon auf dem Programm. Da der Wintereinbruch dieses Jahr auf sich warten lässt, bot es sich an ohne Winterausrüstung loszuziehen. Das Ziel war der Simetsberg am Walchensee.

Simetsberg Walchenseeblick 1
Schöner Ausblick auf den Walchensee. Im Hintergrund erkennt man den Jochberg.

Leider war das Wetter heute nicht so gut. Der Himmel war in verschiedenen Grautönen bedeckt und die Temperatur befand sich im einstelligen Bereich. Zumindest war es trocken und so sollte es auch bis zum Nachmittag bleiben. Der Zug fuhr um acht Uhr vom Münchner Hauptbahnhof ab und erreichte nach 70 Minuten den Bahnhof in Kochel, wo schon der Bus Richtung Wallgau wartete. An der Haltestelle „Einsiedl“ begann um 09:40 Uhr meine Tour. Um nicht an der Bundesstraße bis zum Wanderparkplatz laufen zu müssen, folgte ich dem Weg durch das EON-Gelände.

Simetsberg Privatweg durch das EON-Gelände
Der alternative Weg zum Wanderparkplatz führt durch das EON-Gelände. Besser als die Bundesstraße ist das allemal.

Hier unten lag überhaupt kein Schnee, lediglich einige großflächige Vereisungen auf dem Schotterweg. Der Parkplatz war nur von einer Handvoll Autos belegt – kein Wunder: der größte Teil des Kiesplatzes war stark vereist und konnte eher zum Schlittschuhlaufen als zum Parken verwendet werden.

Simetsberg Einstieg am Wanderparkplatz
Am Wanderparkplatz beginnt der Aufstieg über die Forststraße.

Hier begann nun der Anstieg zum Simetsberg. Zu Beginn läuft man bei angenehmer Steigung eine unspektakuläre Forststraße hinauf. Nur an den vereisten Stellen bedarf es einiger Konzentration. Bald zweigt rechts von der Straße ein Steig durch den Wald ab. Dieser ist nicht einfach zu finden – lediglich ein altes Holzschild weist den Weg zum Simetsberg. Einige Höhenmeter später durchquert man ein abgeholztes Gebiet und steigt von nun an mit Blick auf den Walchensee hinauf.

Simetsberg Blick auf den Walchensee
Diesen tollen Blickauf den Walchensee erhält man nur, wenn man den Steig nimmt.

Der Weg ist hier etwas steiler und führt über Felsen und verwurzelten Waldboden. Nach einiger Zeit erreicht man einen breiten Weg – vermutlich die vorhin verlassene Forststraße. Man läuft bis zu einer Kreuzung durch den Wald. Die Schneedecke auf dem Weg wurde nun etwas dicker, aber noch nicht tief genug um ernsthafte Probleme im Aufstieg zu machen. Der Pfad war weiterhin sehr gut zu erkennen.

Simetsberg Wegweiser im Schnee
Hier liegt dann schon etwas mehr Schnee – aber zum Glück gibt es Wegweiser.

Etwas später erreicht man einen relativ steilen Hang, welcher so gut wie nicht bewaldet ist. Hier lag dann schon ordentlich Schnee. Dadurch ergeben sich individuelle Aufstiegsmöglichkeiten. Für den Aufstieg wählte ich eine ziemlich direkte Linie nach oben. Dieser Anstieg war dann auch relativ knackig und endete an einer unbewirtschafteten Holzhütte, die hier oben die einzige Rastmöglichkeit bietet.

Simetsberg Holzhütte
Nach dem steilen Stück kommt man an dieser unbewirtschafteten Hütte vorbei. Von hier ist es nicht mehr weit.

Sie befindet sich am Waldrand. Von hier aus begann der Gipfelanstieg über das offene Gelände nach oben zum Gipfel des Simetsbergs. Hier war es schwierig die Wegmarkierungen im Schnee zu finden. Ich hielt mich links auf einer zum Gipfel führenden Bergflanke. Von der Hütte sollte für den restlichen Aufstieg etwa eine Stunde eingeplant werden. Nach gut einem Drittel des Weges konnte ich schon das große Holzkreuz auf dem Simetsberg erkennen – leider nur kurz. Bevor man das letzte Stück zum Gipfel in Angriff nimmt, hat man die Möglichkeit auf einer kleinen Ebene das tolle Panorama zu genießen. Der Ausblick war trotz des bewölkten Himmels super.

Simetsberg Panorama Süd
Der Blick vom Gipfelkreuz nach Süden sieht trotz Wolken toll aus.

Der Gipfelanstieg führt durch niedriges Latschenwerk auf einem gut sichtbaren Pfad zur Spitze. Um viertel vor zwölf – also nach insgesamt zwei Stunden Gehzeit – erreichte ich das Gipfelkreuz auf dem Simetsberg. Der Rundumblick war noch besser als erwartet, allerdings wehte hier oben ein eiskalter Wind von Süden her.

Simetsberg Gipfelkreuz
Auf 1836 Metern befindet sich dieses schöne Gipfelkreuz. Leider war es heute sehr windig hier oben.

Ich trug mich ins Gipfelbuch ein und stieg nach wenigen Minuten wieder hinab.Da ich keine Karte zur Orientierung dabei hatte, musste ich auf der Aufstiegsroute absteigen. Die Alternative wäre es gewesen hinüber Richtung Große Kiste zu gehen um von dort nach Eschenlohe runter zu gehen.

Simetsberg Abstieg
Während des Abstiegs hat man im oberen Teil den Walchensee immer im Blick.

Nach einem schnellen Abstieg durch den Schnee kehrte ich in der Holzhütte ein. Hinter dem Häuschen gibt es ein paar Holzbretter, die als Bank dienen. Windgeschützte konnte ich dort meine mitgebrachte Brotzeit genießen. Um kurz nach halb eins war es dann Zeit sich an den Abstieg zurück nach Einsiedl zu machen.

Simetsberg Abstieg Abzweigung
Um wieder durch den Wald abzusteigen sollte man diese Abzweigung nicht verpassen.

Den oberen Teil konnte ich einfach auf dem Hosenboden hinunterrutschen. Leider war nur dieser Hang steil genug um das zu machen. Ich kam ziemlich schnell voran und stand schon um 13:50 Uhr an der Bushaltestelle Einsiedl. Der nächste Bus zurück nach Kochel fuhr aber erst um kurz nach drei. So nutzte ich die Wartezeit für einen kleinen Spaziergang über die Halbinsel Zwergern zum Campingplatz Walchensee.

Simetsberg Campingplatz-Walchensee
Diesen tollen Blick hat man vom Westufer in der Nähe des Campingplatzes am Walchensee.

Gegenüber befindet sich direkt an der Bushaltestelle das Gasthaus Edeltraut. Diese bot sich für Kaffee und Kuchen an um die restliche Wartezeit auf den Bus zu verkürzen. Der Bus brachte mich zurück nach Kochel und von dort ging es mit dem Zug zurück nach München.
Die heutige Tour war wirklich ziemlich entspannt.

Simetsberg Höhenprofil 04.01.2014
Das Höhenprofil der heutigen leichten Tagestour auf den Simetsberg.

Diese Karte hätte beim Abstieg geholfen:

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